Veröffentlichungen

Arch Dermatol Res. 2008 Feb;300(2):53-60. doi: 10.1007/s00403-007-0787-0. Epub 2007 Oct 25.

Fluoreszenzmerkmale und pharmakokinetische Eigenschaften eines neuartigen selbstklebenden 5-ALA-Pflasters für die photodynamische Therapie von aktinischen Keratosen

Jan-Dirk Fauteck, Günther Ackermann, Manfred Birkel, Marion Breuer, Anne C E Moor, Andrea Ebeling, Christoph Ortland


Abstrakt

Aktinische Keratose (AK) kann mit photodynamischer Therapie (PDT) behandelt werden, die sich in der Dermatologie zunehmend etabliert. Normalerweise wird ein Vorläufer des Photosensibilisators topisch aufgetragen und in den Zellen in Protoporphyrin IX (PPIX) umgewandelt. Durch die Aktivierung von PPIX mit Licht werden die dysplastischen Zellen zerstört. Wir berichten über die Ergebnisse zweier klinischer Studien, in denen die Eigenschaften eines neuartigen selbstklebenden 5-ALA-Pflasters (PD P 506 A) für die PDT von leichter bis mittelschwerer AK im Gesicht und am Kopf untersucht wurden. Die Studien untersuchten den Einfluss der Anwendungsdauer des Pflasters auf die PPIX-spezifische Fluoreszenz und die pharmakokinetischen Eigenschaften des 5-ALA-Pflasters. Die PPIX-Fluoreszenz in AK-Läsionen und normaler Haut nach der Anwendung des Pflasters (intraindividueller Vergleich; Anwendung für 2, 3, 4, 5 Stunden) wurde bei 13 Patienten mit DYADERM Professional (Biocam) untersucht. In der anschließenden pharmakokinetischen Studie wurden 12 Patienten mit jeweils 8 Pflastern (4-stündige Anwendung) behandelt. 5-ALA und PPIX wurden im Plasma (über 24 Stunden) und im Urin (über 12 Stunden) analysiert. Die unmittelbar nach Entfernung des Pflasters gemessene PPIX-spezifische Fluoreszenz stieg mit zunehmender Anwendungsdauer bis zu einem Maximum nach 4-stündiger Anwendung an. Die Fluoreszenz in AK-Läsionen war intensiver als in normaler Haut. Bei 10 von 12 Patienten wurde nach 4-stündiger Anwendung von 8 Pflastern ein geringer Anstieg der 5-ALA-Plasmakonzentrationen beobachtet, die nach Entfernung des Pflasters schnell wieder auf normale Werte zurückgingen. Der maximale Anstieg betrug das 3,7-fache der 5-ALA-Plasmakonzentration vor der Verabreichung. Es wurden keine PPIX-Konzentrationen über der unteren Bestimmungsgrenze beobachtet. Die PPIX-spezifische Fluoreszenz in AK-Läsionen kann durch die Anwendungsdauer dieses neuartigen 5-ALA-Pflasters gesteuert werden. Die Anwendung ist sicher und gut verträglich. Der beobachtete geringe Anstieg der 5-ALA-Plasmakonzentrationen wird als klinisch irrelevant angesehen. Die klinische Wirksamkeit des Pflasters in der PDT wird in weiteren klinischen Studien untersucht werden.
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