Brain Res. 1996 Sep 16;733(2):307-11. doi: 10.1016/0006-8993(96)00802-5.
Die Auswirkungen von Verapamil und Flunarizin auf die durch Bicucullin und niedriges Mg2+ ausgelöste epileptiforme Aktivität im neokortikalen Gewebe von epileptischen und primär nicht-epileptischen Patienten
Abstrakt
In menschlichen Neokortex-Schnitten hatte sich gezeigt, dass der spezifische L-Typ-Kalziumkanalblocker Verapamil im Low-Mg(2+)-Modell der Epilepsie antiepileptisch wirkt. Die vorliegende Untersuchung zeigte: (1) Verapamil übte auch eine antiepileptische Wirkung auf epileptiforme Feldpotenziale (EFP) aus, die durch den GABAA-Antagonisten Bicucullin induziert wurden. (2) Der unspezifische Kalziumkanalmodulator Flunarizin, der im Gegensatz zu Verapamil die Blut-Hirn-Schranke durchdringt, unterdrückte EFP im Low-Mg(2+)-Modell und im Bicucullin-Modell. (3) Es gab keinen signifikanten Unterschied in der antiepileptischen Wirksamkeit von Verapamil und Flunarizin in epileptischen (Epilepsiechirurgie) und primär nicht-epileptischen (Tumorchirurgie) neokortikalen Schnitten.
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